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Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
Sprachreisen mit carpe diem

14.05.06

Muttertag mit Pipa und Tee

Heute durfte ich wieder einen wunderschönen Tag erleben. Nicht nur die warmen Sonnenstrahlen weckten mich heute Morgen, sondern auch ein Anruf. Sirley wollte um 7.30 Uhr wissen, ob ich heute schon etwas für den Tag geplant hatte. Sie lud Camille und mich im Namen ihres Mannes zu einem Ausflug aus Anlass des Muttertages ein. Seit heute gibt Camille in der Senior School jeden Sonntag Bibelunterricht. Danach starteten wir zu einem Ausflug in das Gebiet, wo Pipa wächst. Pipa ist eine Frucht, die zurzeit an jeder Ecke angeboten wird, da sie Saison hat. Die ersten Pipa bekam ich bei Linda angeboten, die mir auch beibrachte, wie man sie isst. Seit dem habe ich ständig welche bei mir zu Hause. Sie schmecken ganz prima. Diese Frucht ist in entferntem Sinne mit unserer Aprikose vergleichbar, wächst aber nur im sonnigen und warmen Süden Chinas. Dafür gibt es auch keine englische oder deutsche Bezeichnung, eben Pipa. Eine Autostunde von hier entfernt gibt es ein großes Anbaugebiet, wo die Früchte an Bäumen wachsen und mit unzähligen Fähnchenketten die Besucher einladen, dort zu verweilen. Es wurde extra eine neue Straße dorthin gebaut. Rundum sieht alles noch nach Baustelle aus, weil sich das spezielle Gebiet noch im Anfangsstadium als Besuchermagnet befindet, aber es gab schon viele Farmershäuser, bei denen man Pipa selber pflücken und verkosten konnte. Wir besuchten eine große Plantage, der Kuckuck unterhielt uns beim Naschen. Wir bekamen beim Verlassen noch einen riesigen Beutel mit den süßesten Früchten geschenkt, denen, die den sonnigsten Platz abbekommen hatten. So brauche ich die nächste Woche keine zu kaufen. Zum Mittag hatte Sirleys Familie ein nettes Lokal in Xing Long ausgewählt. Dort gibt es alles, was mit Pilzen zu tun hat. Bereits im Eingangsbereich wurden alle Pilzsorten in Schälchen mit Erklärungen vorgestellt. Wir aßen Hotpot mit 10! verschiedenen Pilzsorten und diversen Gemüsearten. Das war echt lecker. Uns wurde auch die Zwiebel im Pot gezeigt, die ihre weiße Farbe nicht in blaue Farbe gewechselt hatte. Das bedeutete, dass kein giftiger Pilz im Feuertopf gelandet war. Wie beruhigend! Nach dem Essen verweilten wir noch eine Weile an dem herrlichen Ort und wanderten am Fluss entlang. Es war so himmlisch ruhig und erholsam dort. Das herrliche Wetter tat sein Übriges. Um 16.00 Uhr mussten wir die Heimreise antreten, da Vivien am frühen Abend wieder zum Unterricht musste.
Camille und ich besuchten am Abend „unser“ Teehaus. Wir wurden wieder so nett empfangen… Heute durfte ich die Teezeremonie üben. Es war gar nicht so einfach, das alles so elegant hinzubekommen. Wir unterhielten uns gerade über den Besitzer des Hauses und brachten unsere Verwunderung zum Ausdruck, dass wir ihn bei unseren zahlreichen Besuchen noch nie zu sehen bekommen hatten, da trat ein Herr ein und wurde uns von Yan Hui als Chef vorgestellt. Als hätte er unsere Unterhaltung mitbekommen. Aber er sprach kein Englisch. Er übernahm dann die Zeremonie und zeigte uns, was ein Könner so drauf hat. Das war so interessant, ihm zuzuschauen. Wir mussten auch das laute Schlürfen und Verkosten üben. Es gesellten sich so viele Leute von der Straße zu uns, das Geschäft lief hervorragend, es wurden so viele Dinge gekauft. Um 22.00 Uhr verließen wir das Teehaus und hatten wieder so viel Tee geschenkt bekommen, dazu jeder eine Tasse. Ich brauche die nächsten Jahre keinen Tee zu kaufen. Ich hoffe nur, dass ich alles mit nach Hause geschleppt bekomme. Unglaublich, was sich in den Wochen an Geschenken angesammelt hat.

Posted by carola um 14.05.06 23:56

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