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24.05.06
Ein Gruß zum Drachenbootfest
Gestern Nacht saßen wir wieder „pünktlich um 23.45 Uhr“ im Dunkeln. Es scheint bald so, als würde der Strom hier absichtlich nachts abgestellt werden, um zu sparen. Heute Morgen war wieder alles in Ordnung. Auch das Wetter war wieder sehr angenehm, schön warm, aber nicht heiß und keine brennende Sonne.
Da ich mich so langsam auf meinen Abschied hier vorbereiten muss, hatte ich heute Terry zum Mittagessen eingeladen. Er war erstaunt und erfreut, dass wir in ein chinesisches Restaurant gingen und „heimatliches“ Essen bestellten. Er hatte befürchtet, western food zu sich nehmen zu müssen. So nahm ich die Gelegenheit wahr, mich noch einmal herzlich für seine Gastfreundschaft in Mt. Emei zu bedanken. Camille schloss sich natürlich an. Es waren wirklich drei erlebnisreiche Tage, in denen wir regelrecht verwöhnt wurden. Ich werde mich stets gern daran erinnern. Ich zeigte ihm noch alle Bilder, die ich dort im Gebirge gemacht hatte. Er suchte sich noch eins aus, was ihm am besten gefiel und er gern haben wollte. Einige hatte ich bereits per E-Mail an seine Familie verschickt.
Nach meiner Unterrichtsstunde bekam ich heute von meinen Schülern einen Karton geschenkt, den ich hier in den letzten Tagen überall zu kaufen gesehen habe. Sie erklärten mir, dass am nächsten Freitag (02.Juni) hier in China das Drachenbootfest (duān wǔ jié) gefeiert wird, wie jedes Jahr am 5. Tag des 5. Monats nach dem chinesischen Mondkalender. Es werden überall Drachenbootregatten abgehalten. Dazu gibt es traditionelles Essen: zwei verschiedene Sorten Enteneier und Zongzi. Diese Klebreisklößchen werden in Schilf- oder Bambusblätter, Lotos- oder Bananenblätter eingewickelt und es gibt sie entweder mit süßlicher Geschmacksrichtung, gefüllt mit roten oder grünen Bohnen, Datteln oder Erdnüssen oder mit salziger Geschmacksrichtung, gefüllt mit Schinken, Eigelb, Hühner-, Enten-, Schweine-, Rind- oder Lammfleisch. Der Geschenkkarton enthält 2x6 Eier und eine Reihe von Zongzi. Wir lassen uns überraschen, welche Geschmacksrichtung da auf uns zukommt, wenn wir sie uns nächsten Freitag schmecken lassen.
Kaum zu Hause angekommen, wartete bereits das Taxi 20 Minuten früher als geplant auf die Abfahrt nach Chengdu, wo wir den Abend verbrachten. Während Louis und Camille an einem Business-Seminar im Sheraton Hotel teilnahmen, wanderten Karen und ich durch die Innenstadt und erfreuten uns an der zahlreichen Lichtreklame. Die Panda Mall mit ihren vielen Geschäften und tollem Ambiente beeindruckte uns dabei am meisten. Pünktlich um 21.00 Uhr war das Seminar beendet und Wey, der Besitzer des Western Style Cafés („Impression Coffee“), stand mit einem geborgten Auto vor dem Hotel und holte uns wieder ab. Nach unserer Rückkehr kam Camille noch zur Auswertung des Tages auf einen Cappuccino vorbei.
Posted by carola um 24.05.06 23:45
