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Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
Sprachreisen mit carpe diem

02.04.06

Ein Sonntag in Chengdu

Ein weiterer herrlicher Frühlingstag liegt hinter uns. Pünktlich um 9.30 Uhr standen meine beiden Schülerinnen vor meiner Tür, um mit mir einen Ausflug nach Chengdu zu machen. Auf die beiden ist wirklich immer Verlass. Ein Taxi brachte uns zum Busbahnhof, von wo alle 10 Minuten ein Bus nach Chengdu abfährt. Für 3,50 Yuan (etwa 35 Cent) brachte uns der Bus in 50 Minuten mit mehreren Stopps zwischendurch in das 14 Kilometer entfernte Zentrum der Stadt. Wir stiegen an dem Park aus, der mir schon beim ersten Besuch ins Auge fiel. Es war wunderschön erholsam. Viele Leute praktizierten Thai Chi bei herrlichstem Wetter und Vogelgezwitscher. Auch der Wuhou Tempel blieb nicht unentdeckt. Gleich neben dem Park verlief eine Passage, in der man wirklich alles in China Traditionelle kaufen und besichtigen konnte. Danach schlossen sich unendliche „Fressbuden“ an, in denen man alles Essbare kaufen konnte, was hier in China als traditionell gilt. Unglaublich, was wir da zum größten Teil aufgespießt für wenig Geld zu kosten bekamen. Ob süß oder sauer, scharf oder mild, flüssig oder zäh, für Europäer genießbar oder ungenießbar; es war von allem etwas dabei. Nachdem wir uns ordentlich gestärkt hatten, ging es für einen Yuan mit dem Bus ein paar Stationen weiter in die Innenstadt, auf die Haupteinkaufsstraße Qingnian Lu. Dort war wirklich alles hoffnungslos überfüllt. So viele Menschen auf einem Haufen, die sich durch die Straße und die Geschäfte drängelten; unvorstellbar. Aus jedem Laden ertönten irre laute Musikklänge. Die viele Werbung erschlägt einen förmlich. Wahrscheinlich lag es auch daran, dass heute Sonntag war, weshalb alles so überfüllt war, normal kann das jedenfalls nicht gewesen sein. Bei diesen Menschenmassen ist es uns tatsächlich gelungen, Lydias Schwester ausfindig zu machen, die auf uns gewartet hatte. Sie ist ein Jahr jünger als Lydia, also 15, und hatte sich auf englisch die Sätze zurechtgelegt, die mir mitteilen sollten, dass sie es wahrscheinlich im nächsten Semester auch auf die Shuangliu Middle School schafft, und sich jetzt schon darauf freut, mich dort wieder zu sehen. Leider musste ich ihr sagen, dass ich bloß bis Juni hier sein werde. Wir versuchten uns aber in der kurzen Zeit, die uns blieb, so viel wie möglich zu unterhalten. Sie möchte so gern ihr Englisch verbessern, hat aber im Alltag keine Gelegenheit, mit jemandem zu kommunizieren. Bereits um 16.30 Uhr mussten wir uns wieder voneinander verabschieden, denn der Bus startete kurze Zeit später Richtung Shuangliu. 50 Minuten später hatten wir unser Ziel erreicht. Meine Begleiterinnen schafften es gerade noch einmal kurz nach Hause zu gehen (sie haben dasselbe Zuhause) und kurz zu verschnaufen. Um 18.00 Uhr mussten sie wieder in der Schule sein, um an ihrem Sonntagsunterricht teilzunehmen. Heute Abend liegen drei Unterrichtsstunden an: Mathematik, Geschichte und Politik. Ich bummelte gemütlich durch die Stadt nach Hause und konnte nur unendliches Mitleid mit den Mädchen empfinden. Der Tag war zwar sehr schön, das Großstadtpflaster hatte aber ganz schön geschlaucht. Ich war froh, nach Hause gehen und meine Beine hochlegen zu können.

Posted by carola um 02.04.06 22:56

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