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Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
Sprachreisen mit carpe diem

07.04.06

Ein neuer Fernseher und ein neuer Jadearmreifen

Heute war wieder ein herrlich warmer Tag. Am Morgen stand Sirley vor der Tür und brachte mir die lang versprochene Fernbedienung für den Fernseher, damit ich auch CCTV 9 sehen kann, den amerikanischen Nachrichtensender für China. Bei der Gelegenheit wollte sie mir gleich alle Programme richtig einstellen. Das Ende der Aktion war, dass kein einziger Sender zu empfangen war. Sie rief in der Schule an und bestellte die Expertin für den Multimediaraum hierher, die auch postwendend erschien. Nach einer halben Stunde war der Sender CCTV 9 drin, ich darf den Fernseher aber nicht mehr umstellen oder ausschalten, sonst habe ich nicht mal mehr den einen Sender zur Verfügung. Erst konnte ich 40 Programme empfangen, einzige Ausnahme CCTV 9. Jetzt ist es genau andersherum. So lief und läuft heute den ganzen Tag die Flimmerkiste, obwohl keiner sieht. Ist schon verrückt. Nachher werde ich mich noch über das aktuelle Geschehen informieren. Morgen bekomme ich ein neues Gerät. Wo sie das so schnell herholen, weiß ich auch nicht.
Und dann ist heute doch tatsächlich das Unglaubliche wahr geworden. Um 10.30 Uhr rief mich Sirley aus ihrem Büro an, dass sie gerade die Nachricht über die Ankunft des Päckchens aus Beijing erhalten hat. So setzten wir uns ins nächste Pedicab und fuhren zur Post. Dort erhielt ich doch tatsächlich ein Päckchen mit einem neuen Jadearmreifen, genau so einer wie mir zerbrochen war. Ich kann es noch nicht fassen, aber ich halte ihn wahrlich in der Hand, ohne noch einmal viel Geld dafür ausgegeben zu haben. So etwas wäre mir in Deutschland mit Sicherheit nicht passiert. So setzte ich mich nach meiner Rückkehr gleich zu Hause hin und verfasste ein handgeschriebenes Dankeschön, auf deutsch natürlich. Ob die in Beijing es je übersetzen können, weiß ich nicht. Ich musste aber einfach meinen Dank über die Einmaligkeit dieser Aktion zum Ausdruck bringen.
Im Büro bekam ich wie immer vor meiner Stunde kochend heißen Tee gereicht. Es kann noch so heiß draußen sein, es gilt in China als unhöflich, einem Gast ein kaltes Getränk anzubieten. So gibt es grundsätzlich heißes Wasser oder heißen Tee im Pappbecher serviert.
Nach meiner Stunde ging es wieder mit Sirley ins Fitnesscenter. Jeden Freitag ist jetzt dieselbe Trainerin vor Ort mit phantastischer Musik und abwechslungsreichen Übungen. Es macht richtig Spaß. Heute wurde Letkiss getanzt. Da musste ich an euch, meine lieben Eltern, denken, die ihr diese Schritte früher mit großer Begeisterung getanzt habt, so weit ich mich erinnern kann.
Vor einiger Zeit machte ich auf dem Parkett die Bekanntschaft einer ganz netten Schülerin einer anderen Middle School hier in Shuangliu, die mich ansprach, ob ich das hier schon öfter gemacht hätte, sie sei das erste Mal hier. Ich war wohl das zweite Mal dort, was garantiert nicht zu übersehen war. Sie sprach wunderbar englisch und fand offensichtlich Gefallen an unserer Unterhaltung. Heute machte sie mich mit einem jungen Mann bekannt, der als Gastschüler in ihrer Klasse ein Schuljahr verbringt und gerade vergeblich mit seinem italienischen Freund auf ein freies Laufband wartete. Inzwischen stehen nur noch drei zur Verfügung. Er sprach deutsch, der erste Mensch hier in Chengdu, mit dem ich mich mal wieder in meiner Muttersprache unterhalten konnte. Er kommt aus Augsburg und absolviert gemeinsam mit zwei Italienern und einer Französin ein Schuljahr an der Middle School. Das ist schon interessant zu hören, aus welchen Ländern sich Leute hierher „verirren“.

Posted by carola um 07.04.06 23:07

Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
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Kommentare

Herzlichen Glueckwunsch zum neuen Jadereifen!!! Na, wenn das nicht ganz viel Glueck bedeutet....?

Liebe Gruesse von den Eltern. Du hattest ganz recht, sie haben in der Tat frueher begeistert Letkiss getanzt. Wie kommt denn dieser Tanzschritt nach China?

Ein schoenes, erholsames und sonniges Wochenende wuenscht dir Conny

Posted by: Conny um 07.04.06 23:37

Die Aerobicstunden laufen hier ein wenig anders ab als in Deutschland. Bekannte Grundschritte sind erkennbar, aber es geht Schlag auf Schlag. Und dann kommt ein Titel nach dem anderen. Ein Letkisssong, der einzige und und mir bekannte, danach Samba, danach ein Lied im dreiviertel Takt, also alles durcheinander, damit man immer schön in Bewegung bleibt. Und viele Ballettschritte dabei, asiatisch angehaucht.

Posted by: Carola um 08.04.06 11:03

Durch Zufall sind wir auf Ihr Internettagebuch gestoßen...(über Google "Zeitverschiebung Chengdu).

Eine kleine Delegation von deutschen Schülern- u.a. unsere Tochter- besucht nämlich seit gestern für 3 Wochen Chengdu :-)

Und so lesen wir fleißig in Ihren Berichten, um einen Eindruck zu bekommen, was unsere Kinder so erwartet.
Herzliche Grüße in das ferne China aus dem kühlen Norden Deutschlands...
S.Johanning

Posted by: Johanning um 08.04.06 22:48

Vielen Dank für die netten Grüße. Ich bin ganz sicher, dass Ihre Kinder mit so vielen Eindrücken zurückkehren werden, dass sie gar nicht wissen, wo sie zuerst anfangen sollen zu berichten. Es ist hier alles anders und gewöhnungsbedürftig, aber das ist es unbedingt wert, als Europäer erlebt zu haben.

Posted by: Carola um 08.04.06 23:53

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