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Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
Sprachreisen mit carpe diem

19.04.06

Ein abwechslungsreicher Mittwoch

Heute war es wieder recht warm, obwohl sich den ganzen Tag über die Sonne nicht sehen ließ. Eine Jacke braucht man zur Zeit absolut nicht. Am Morgen bekam ich Besuch von Jane und einer mir unbekannten Kollegin, die an einer anderen Schule für ausländische Gastlehrer verantwortlich ist. Nachdem mich Claire gestern angerufen und gefragt hatte, ob sie kommen könnten, standen sie nun heute vor der Tür. Die andere Kollegin hat einen britischen Gastlehrer „an der Angel“, der aber genau wissen will, wie er hier in China untergebracht ist, bevor er seinen Schuldienst antritt. Nun konnte Claire bei ihrem unverhofften Besuch letzten Freitag bei mir einfach nicht fassen, wie so eine Wohnung aussehen kann. Sie war schon bei Jonathan und Nick gewesen, aber so etwas hatte sie noch nicht gesehen, so sauber und aufgeräumt. Dass ich dafür mehrere Tage gebraucht habe und immer wieder Rückschläge einstecken musste, blieb natürlich mein Geheimnis. Das hatte sie in der Schule erzählt und daraufhin sofort mein Appartement als Anschauungsobjekt auserkoren. Ob der neue Lehrer dann auch hier einziehen wird, weiß ich nicht. Nick zieht aber demnächst aus. Er hat wohl eine bessere Schule in Chengdu gefunden.
Zum Mittagessen hatte ich mich mit Camille in unserem „Stammlokal“ verabredet, um danach eine ausgiebige Shoppingtour zu starten. Ich sollte wieder ihr Berater sein. Unsere ewigen Diskussionen vor einem Kauf eines Produktes hat ihr schon viele Rabatte eingebracht. So sollte es auch heute wieder sein. Sie suchte einen ganz einfachen Fotoapparat und war sich nicht sicher, welche praktische Umhängetasche sie kaufen sollte. Ich kannte durch meine zahlreichen Rundgänge eine ganze Reihe von guten Geschäften, die wir dann auch alle abklapperten. Und sie hat auch tatsächlich das gefunden, was sie wollte, bei der Tasche auch mit Rabatt. Schließlich endete unser Einkaufstrip in dem Teeladen, wo die Zubereitung zelebriert wurde. Die erkannten uns dort sofort wieder und waren hoch erfreut, dass wir unser Versprechen gehalten und vorbeigekommen sind. Wir bekamen sehr guten teuren Tee serviert und durften uns in dem Laden nach Herzenslust umschauen. Es gibt ja so tolle Sachen. Also, meine lieben Verwandten und Freunde daheim, meine ausgefallene Geburtstagsfeier wird eine chinesische Teeparty. Darauf könnt ihr euch schon mal einstellen. Und wenn ich hier noch eine Tasche kaufen muss, um alle Utensilien mit nach Hause zu bekommen; das ist aber zu schön und einmalig, als dass ich achtlos daran vorbeigehen könnte.
Um 16.10 Uhr rief wieder die Pflicht. Heute fragten mich die Schüler im Anschluss an unsere Stunde, ob ich schon irgendwelche Pläne für die freie Maiwoche hätte. Von Sonntag bis Dienstag werden wir, Camille und ich, nach Mount Emei Leshan City reisen, aber danach habe ich noch nichts geplant. So wollen sich die Schüler noch etwas für den einen oder anderen Tag einfallen lassen, was wir gemeinsam unternehmen könnten. Ist doch super nett, nicht wahr?
Im Fitnesscenter war ich enttäuscht, dass immer noch neun von zehn Laufbändern defekt sind. Ich bezahlte aber trotzdem für einen weiteren Monat meine Mitgliedsgebühren. Morgen sollen alle Geräte wieder in Ordnung gebracht werden. Ich bin gespannt, wie es am Freitag dort aussieht. So blieb mir nur die Aerobicstunde, bei der ich feststellen musste, dass ich im Schulterbereich bei bestimmten Bewegungen einen unglaublichen Muskelkater verspürte. Da haben die Damen bei der gestrigen Massage also ganze Arbeit geleistet.
Auf dem Weg in meine Wohnung machte ich noch kurz halt bei Wes, um zu fragen, wie es um seinen Fernseher steht. Da erzählte mir seine Frau Bernadette, dass jemand in unmittelbarer Nähe seit über einem Monat seine Fernsehgebühren nicht bezahlt hat. Deshalb wurde kurzerhand unsere Leitung von offizieller Seite gekappt. Für uns „foreign teachers“ bezahlt die Schule, und trotzdem sind wir auch davon betroffen. Das ist schon kurios. Aber wenn ich dann fernsehen wollte, bräuchte ich nur aus dem Fenster zu schauen. Die Familie mir direkt gegenüber hat einen intakten Fernseher, der täglich bis spät in die Nacht läuft. Den Ton dazu brauche ich nicht, ich verstehe eh nichts.

Posted by carola um 19.04.06 22:39

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