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Mit Carpe Diem Sprachreisen auf nach China:
Sprachreisen mit carpe diem

18.03.06

Ein warmer Samstag

Da heute Samstag ist, gab es keine Unterrichtsstunden. Das heißt noch lange nicht, dass die Schüler nicht zum Selbststudium in der Schule antreten mussten. Unter Aufsicht von Lehrern müssen die Schüler auch samstags und sonntags weitere Aufgaben erledigen und lernen, lernen, lernen. So traf ich mich mit drei Schülerinnen meines Deutschkurses nach Beendigung ihres Selbststudiums um 16.00 Uhr und verbrachte mit ihnen einen wunderschönen Nachmittag und Abend. Eigentlich wollten die Mädchen mit mir nach Chengdu fahren und mir dort alles Sehenswerte zeigen, da spielte aber die Schulleitung nicht mit. Aus Sicherheitsgründen ist es mir nicht erlaubt, weiter entfernte Fahrten zu unternehmen. So waren wir hier in dem herrlichen Park, fuhren mit dem Tretboot auf dem See, saßen unter riesigen Bambussträuchern und schlürften grünen Tee. Ich erklärte ihnen alles auf Deutsch, was so auffällig und erwähnenswert war. Ich bekam viele neue Straßen von Shuangliu zu sehen. So langsam bekomme ich eine gewisse gedankliche Ordnung in die unübersichtlichen Straßenzüge und hoffe mich bald komplett allein zurecht zu finden. Und, ihr werdet es nicht glauben, ich wurde zum Dinner zum Hotpotessen eingeladen. Ich lehnte dankend ab, das wurde aber nicht akzeptiert. Je öfter ich Hotpot esse, um so schneller werde ich es lieben lernen, so wie das alle hier tun. So ließ ich mich doch tatsächlich auf ein neues Abenteuer am Feuertopf ein. Diesesmal saßen wir in einem anderen Lokal, und es konnte alles von der Karte bestellt werden, was in den Topf sollte. Es war wieder unvorstellbar, was da auf den Tisch kam. Neben Sausages gab es heute Torfu, riesige Bambussprossen, Lotuswurzeln, Beef, Schweinehirn, Rinderdärme, Hühnerkrallen, Entenhälse und so eine undefinierbare zähe angeraute Haut, den Begriff dafür fand Lydia leider nicht in ihrem chinesisch-deutschen Wörterbuch. Also, der Fantasie sind da wahrlich keine Grenzen gesetzt. Zum Nachspülen gab es geschäumten Gurkensaft. Alles echt strange, aber ich habe es auch heute wieder überstanden. Unglaublich. Ich habe nicht geahnt, dass auch die Jugend so scharf auf Hotpot ist, das ist hier einfach der Renner. Nach diesem Erlebnis machten wir uns durch belebte hell erleuchtete Straßen auf den Heimweg. Wir kamen an dem Platz vorbei, wo jeden Abend getanzt wird. Das war lustig, ob jung ob alt, jeder bewegte sich nach der Musik, erst Walzer dann Popmusik dann Tango. Auf einem Platz kostete der Eintritt Geld, dort konnte man die Musik lauter hören - den nutzten eher Paare - und auf dem gegenüberliegenden Platz wurde im Ballettschritt einzeln getanzt. Aber jeder hatte sichtlich Spaß daran. So ging der Samstag hier für mich sehr entspannt und mit vielen neuen Eindrücken zu Ende.

Posted by carola um 18.03.06 21:28

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